Politik : Kommunalwahlen in Sachsen-Anhalt: Stichwahl in Magdeburg

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Die Bürger in Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt Magdeburg werden in zwei Wochen noch einmal an die Wahlurnen gerufen, um dann endgültig über ihr neues Stadtoberhaupt zu bestimmen. Der Amtsinhaber Willi Polte (SPD), der das Amt seit 1990 inne hat, hat sich nicht wieder zur Wahl gestellt. Im ersten Wahldurchgang war es keinem der insgesamt elf Bewerber um die Polte-Nachfolge gelungen, die erforderliche Mehrheit von 50 Prozent der abgegebenen Stimmen auf sich zu vereinigen. Die beiden bestplatzierten Kandidaten aus dem ersten Wahlgang, der derzeitige Staatssekretär im Magdeburger Agrar- und Umweltministerium, Lutz Trümper (SPD), und der hauptamtliche-PDS Stadtvorsitzende Magdeburgs, Hans-Werner Brüning, müssen nun in einer Stichwahl gegeneinander antreten. Trümper war im ersten Wahlgang auf 33 Prozent der Stimmen gekommen, Brüning erreichte 23,4 Prozent.

Mit Entsetzen reagierten nicht nur alle Kandidaten, sondern auch Sachsen-Anhalts Regierungschef Reinhard Höppner (SPD) auf die mit 36,9 Prozent ausgesprochen niedrige Wahlbeteiligung in der Landeshauptstadt. Ein politischer Trend lässt sich aus den Ergebnissen nicht ablesen. In zehn Landkreisen wurden die amtierenden Landräte in ihren Ämtern bestätigt. Sechs Landkreise fielen an die CDU, vier an die SPD.

In Mecklenburg-Vorpommern sehen sich nach den Kommunalwahlen alle Parteien bestätigt. Es habe keine großen Überraschungen für ihn gegeben, sagte SPD-Landeschef Harald Ringstorff. Die CDU habe ihre hochgesteckten Ziele verfehlt. CDU-Vorsitzende Steffie Schnoor hingegen freute sich, dass ein "rotroter Durchmarsch" in die Rathäuser verhindert worden sei und die Landtagsopposition eine gute Basis für die Landtagswahl 2002 habe. Angelika Gramkow (PDS) hingegen war zufrieden, dass es keinen "schwarzen" Durchmarsch gegeben habe. Zu den herausragendsten Ergebnissen des Wahlsonntags gehört der Sieg von Ex-Bundesminister Paul Krüger (CDU) bei der Oberbürgermeisterwahl in Neubrandenburg. Er schlug seinen PDS-Kontrahenten Torsten Koplin, der einst als IM "Martin" für die Stasi berichtete, mit 65 zu 35 Prozent.

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