Politik : Konferenz sucht Lösung für Darfur-Konflikt

Paris - Die Massenflucht und das Sterben in Darfur bleiben auf der Agenda der internationalen Gemeinschaft. In Paris wollen UN, EU und mehr als ein Dutzend Einzelstaaten am Montag auf einer Konferenz über eine Lösung des Konflikts in der westsudanesischen Provinz beraten. Der frisch gebackene Präsident des Gastgeberlandes Frankreich, Nicolas Sarkozy, hat Darfur zu einer seiner außenpolitischen Prioritäten erklärt.

Die Grünen riefen dazu auf, die chinesische Regierung mit einer breiten Kampagne unter Druck zu setzen und dazu die Olympischen Spiele zu nutzen. „China muss deutlich zu spüren bekommen, dass es seine Darfur-Politik ändern muss“, sagte die außenpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion Kerstin Müller dem Tagesspiegel: „China ist als Schutzmacht Sudans dessen Hauptkomplize beim schleichenden Völkermord in Darfur.“ So beziehe China den Hauptteil des sudanesischen Erdöls und unterstütze die sudanesische Regierung großzügig mit Finanzhilfen und Waffenlieferungen. Die Olympischen Spiele sind nach Meinung Müllers ein „ganz wichtiger Imagefaktor“ für China und müssten deshalb genutzt werden, um politischen Druck zu entfalten. Auch Deutschland brauche eine Kampagne ähnlich wie die von der Schauspielerin Mia Farrow angestoßene Bewegung „Genocide Olympics“. AFP/hmt

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