Konflikt mit Russland : Ukraine will nicht auf Krim eingreifen

Nach den Worten des ukrainischen Übergangspräsidenten Alexander Turtschinow ist ein militärisches Eingreifen auf der Krim nicht möglich, weil sonst der Osten des Landes ungeschützt wäre. Und genau darauf spekuliere Russland.

Schutz dem Osten, nicht der Krim. Ein Ukrainischer Soldat in der Nähe des Ortes Stavki.
Schutz dem Osten, nicht der Krim. Ein Ukrainischer Soldat in der Nähe des Ortes Stavki.Foto: Reuters

Die Ukraine wird nach den Worten von Übergangspräsident Alexander Turtschinow nicht militärisch auf der Krim eingreifen und will stattdessen ihre Ostgrenze schützen. „Wir können keine militärische Operation auf der Krim starten, weil dann unsere Ostgrenze bloßliegen würde und die Ukraine nicht geschützt wäre“, sagte Turtschinow am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. „Darauf zählt die russische Armee“, fügte er hinzu.

Den für Sonntag geplanten Volksentscheid über einen Beitritt der Halbinsel am Schwarzen Meer zur Russischen Föderation bezeichnete Turtschinow als „Farce“. „Was als Referendum bezeichnet wird, spielt sich nicht auf der Krim ab, sondern in den Büros des Kremls“, kritisierte er. Weiter sagte Turtschinow, Moskau lehne jeden Kontakt zu Kiew ab. Dies betreffe etwa die „Ebene der Außenminister“, obwohl die Weltgemeinschaft „den Beginn von Friedensverhandlungen“ verlange.

Das Parlament der Krim in der regionalen Hauptstadt Simferopol hatte zuvor fast geschlossen für eine Unabhängigkeitserklärung von der Ukraine gestimmt. Nach dem Volksentscheid über den künftigen Status der Region will sich die Krim demnach an die Russische Föderation wenden, um „als neues Subjekt der Föderation“ aufgenommen zu werden. Die ukrainische Halbinsel steht nach einem russischen Militäreinsatz faktisch bereits unter der Kontrolle Moskaus. (AFP)

17 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben