Politik : Kongo: EU sagt 55 Millionen Mark zu

Die EU-Kommission hat der Demokratischen Republik Kongo finanzielle Hilfen in Aussicht gestellt. Bedingung dafür sei aber das Ende des Bürgerkriegs, sagte EU-Kommissionspräsident Romano Prodi nach einem Treffen mit dem kongolesischen Präsidenten Joseph Kabila am Freitag in Brüssel. Kabila sagte, ein Ende des Bürgerkrieges könne nur erreicht werden, wenn ausländische Besatzer aus seinem Land abzögen. Die Rebellen im Kongo werden von Uganda und Ruanda unterstützt.

Prodi rief alle Staaten der Region auf, den 1999 in Lusaka vereinbarten Waffenstillstand einzuhalten. Erst wenn es in dieser Frage Fortschritte gebe, werde die Europäische Union bereits zugesagte 28 Millionen Euro (rund 55 Millionen Mark) für den Wiederaufbau des Justizsystems in Kongo freigeben. Zudem stellte Prodi dem zentralafrikanischen Land weitere 50 Millionen Euro in Aussicht. Kabila sagte dazu: "Das ist ein Anfang." Der Präsident, dessen Vater und Vorgänger im Amt Mitte Januar einem Mordanschlag zum Opfer gefallen war, hat nach einem Ende des Bürgerkriegs freie Wahlen und Schritte zur Liberalisierung der Wirtschaft versprochen.

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