Politik : Kongo: Friedensverhandlungen gescheitert

Die Verhandlungen afrikanischer Staatschefs über eine Beendigung des seit zwei Jahren andauernden Kongo-Krieges in der sambischen Hauptstadt Lusaka sind gescheitert. Nach 18 Stunden hätten die Präsidenten in der Nacht zum Dienstag keine Einigung erzielen können, berichtete der südafrikanische Rundfunk. Das Scheitern wurde vor allem mit der Haltung des kongolesischen Staatschefs Laurent Kabila begründet. Laut Rundfunkberichten erwägen afrikanische Staaten jetzt Sanktionen gegen die Republik Kongo.

Kabila weigerte sich den Angaben zufolge, Sicherheitsgarantien für die geplante Stationierung von UN-Truppen zu geben. Zugleich lehnte er den früheren Präsidenten von Botswana, Sir Ketumile Masire, als Vermittler ab. Auch die Führer der beiden größten kongolesischen Rebellenverbände waren nach Lusaka gereist. Im Kongo-Krieg erhält Kabila von Angola, Namibia und Simbabwe militärische Hilfe. Die verfeindeten Rebellenverbände werden von ugandischen und ruandischen Truppen unterstützt.

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