Kongo : Rebellen und Armee kämpfen erneut

Mit Panzern und Artillerie greift die Armee am Sonntag in der kongolesischen Krisenprovinz Nord Kive die Einheiten des Rebellenführers Laurent Nkunda an. Bereits am Samstag geraten die Truppen aneinander.

Kongo
Krise im Kongo - neue Kämpfe mit Nkunda-Rebellen. -Foto: epa

KongoIn der kongolesischen Krisenprovinz Nord-Kivu hat es am Sonntag erneut Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungstruppen gegeben. Die Armee habe die Einheiten des Rebellenführers Laurent Nkunda in den frühen Morgenstunden angegriffen, sagte ein Sprecher von Nkundas Rebellenorganisation Nationalkongress zur Volksverteidigung (CNDP).

Dabei habe die Armee Panzer und Artillerie eingesetzt. Demnach fanden die Kämpfe im Süden der strategisch wichtigen Ortschaft Kanyabayonga statt. Bereits am Samstag hatte es Kämpfe in der Region gegeben.
  
Später am Sonntag wollte Nkunda mit dem UN-Sondergesandten für die Demokratischen Republik Kongo, dem ehemaligen nigerianischen Präsident Olusegun Obasanjo zusammenkommen. Bei den Kämpfen zwischen Regierungstruppen und den Anhängern des abtrünnigen Tutsi-Generals Nkunda wurden seit September mindestens hundert Zivilisten getötet.

250.000 Menschen sind nach Schätzungen der UNO und von Hilfsorganisationen auf der Flucht. Nkundas Truppen belagern Goma seit zwei Wochen, zum Schutz der Stadt und ihrer 500.000 Bewohner wurden UN-Blauhelme in die Region entsandt. Rund 80 Kilometer nördlich von Goma sind indische Soldaten stationiert. (bvdw/AFP)
  
 


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