Kongresswahlen in den USA : "Hacking Democracy"

Knapp eine Woche vor den Kongresswahlen in den USA sorgt ein Film über angebliche Sicherheitslücken der elektronischen Stimmauszählmaschinen für Aufregung. Der Unterhaltungssender HBO hat den Film "Hacking Democracy" im Programm.

Los Angeles - In dem Film wird berichtet, dass die Computerprogramme erhebliche Einfallstore für Hacker liefern. Die Herstellerfirma Diebold widersprach dem Bericht und verlangte die Möglichkeit zu einer Richtigstellung, bevor der Film ausgestrahlt werde. Die Sendung enthalte erhebliche Fehler, hieß es in einem Schreiben von Diebold-Chef David Byrd. HBO halte seine Standards für akkurate und faire Berichterstattung nicht ein.

HBO-Sprecher Jeff Cusson sagte dagegen dem Branchenblatt "The Hollywood Reporter", der Sender stehe hinter dem Film und sehe keinen Anlass, ihn zurückzuziehen. David Dill, Professor für Computerwissenschaft an der Stanford University, sagte, die Software sei angreifbar, weil der Zugang zu ihr nicht begrenzt worden sei. Es gebe eine Menge Leute, die an der Software gearbeitet hätten. Wenn einer dieser Computerspezialisten die Software böswillig verändert habe, könnte dieser eine Mensch verantwortlich für die Veränderung von Tausenden von Stimmen sein. Die Programme sollen in weiten Teilen der USA für die Wahlen zum Einsatz kommen. (tso/AFP)

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