• Korea-Konflikt: Verbindungsbüro eröffnet - Nord und Süd wollen Familienzusammenführung fördern

Politik : Korea-Konflikt: Verbindungsbüro eröffnet - Nord und Süd wollen Familienzusammenführung fördern

Süd- und Nordkorea haben weitere Schritte zu einer Annäherung unternommen. Bei Ministergesprächen in Seoul vereinbarten sie am Montag, die Verbindungsbüros im Niemandsland zwischen beiden Staaten wieder zu eröffnen und weitere Friedensgespräche zu führen. Zudem sei für den kommenden Monat eine Woche der nationalen Versöhnung geplant, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. Das Verbindungsbüro in Panmunjom soll am 15. August, dem 55. Jahrestag des Endes der japanischer Besatzung, nach vier Jahren seine Arbeit wieder aufnehmen. Das nächste Treffen zwischen den miteinander verfeindeten Staaten ist für Ende August im nordkoreanischen Pjöngjang vorgesehen. US-Außenministerin Madeleine Albright forderte Nordkorea unterdessen auf, konkrete Schritte zu unternehmen.

Nord- und Südkorea beraten seit Sonntag über eine Verbesserung der gegenseitigen Beziehungen. In den auf drei Tagen anberaumten Unterredungen geht es unter anderem um die Zusammenarbeit in politischen, wirtschaftlichen sowie kulturellen und sportlichen Fragen. Erstmals seit 1992 ist wieder eine nordkoreanische Delegation zu Besuch in Südkorea. Vor acht Jahren waren die Verbindungsbüros nach einer ersten Friedenskampagne geöffnet worden. Vier Jahre später schloss Nordkorea sie. Jetzt erklärten beide Länder, die nord-südkoreanische Familienzusammenführung stärker fördern zu wollen und grenzüberschreitende Eisenbahnstrecken zu eröffnen. Bereits im Juni hatte es ein als historisch eingeschätztes Gipfeltreffen zwischen dem südkoreanischen Präsidenten Kim Dae Jung und dem Führer des kommunistisch regierten nordkoreanischen Staates, Kim Jong Il, gegeben.

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