Politik : Kosovo-Missionen von Rotem Kreuz und UN

GENF (jdh).In die humanitäre Hilfe für die Opfer des Kosovokonfliktes ist Bewegung gekommen: Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) unternahm am Freitag eine Mission in die jugoslawische Kriegsprovinz, nachdem am 29.März die letzten IKRK-Delegierten aus Sicherheitsgründen dem Kosovo den Rücken kehrten.Bei der Genfer UN-Konferenz über das Kosovo gab der Präsident des IKRK, Cornelio Sommaruga, bekannt, daß seine Organisation in Pristina und anderen Städten der umkämpften Provinz dauerhafte Stützpunkte errichten wolle.Jugoslawiens Präsident Slobodan Milosevic habe den IKRK-Mitarbeitern Bewegungsfreiheit zugesichert.Sommaruga hofft, daß die Mission der Auftakt zu einer dauerhaften Rückkehr des Roten Kreuzes in das Kosovo bildet.Zunächst müßten dafür aber die Voraussetzungen geschaffen werden.Auch UN-Generalsekretär Kofi Annan wird in der nächsten Woche in die Krisenregion aufbrechen.In albanischen und mazedonischen Flüchtlingslagern will sich Annan persönlich über das Elend der Kosovoalbaner informieren.Laut Annan kommt es nicht zu einem Treffen mit Slobodan Milosevic.Am Samstag startet eine weitere UN-Mission nach Jugoslawien und in den Kosovo.

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