Politik : Kosovo: Serben: Anzeichen für albanische Offensive

Militante Kosovo-Albaner bereiten nach Darstellung der jugoslawischen Streitkräfte eine groß angelegte Offensive im entmilitarisierten Grenzstreifen zu Serbien vor. Generaloberst Vladimir Lazarevic sagte bei einem Treffen der jugoslawischen und serbischen Regierung am Samstag im südserbischen Bujanovac, an dem Ende Dezember geplanten Angriff würden sich mehrere tausend Kämpfer beteiligen. Derzeit würden Brücken errichtet und Waffen in die fünf Kilometer breite entmilitarisierte Zone verlegt.

An dem Treffen nahm auch der jugoslawische Staatspräsident Vojislav Kostunica teil. Mit der Wahl des unmittelbar an der Krisenregion gelegenen Bujanovac als Tagungsort unterstrichen die Regierungen die Bedeutung, die sie dem Konflikt beimessen. Zum Abschluss der Zusammenkunft wurde eine Erklärung über das weitere Vorgehen gegen die albanischen Extremisten erwartet.

Kurz vor dem Treffen war es erneut zu zwei Zwischenfällen in der entmilitarisierten Zone gekommen. Im Süden des Gebiets wurden nach Nato-Angaben zwei mit Serben besetzte Autos beschossen. Dabei wurde eine Person verletzt. Im Norden der Zone berichteten Anwohner, ein von Serben bewohntes Dorf sei am Freitagabend angegriffen worden. Weiter hieß es, Rebellen hätten Schützengräben ausgehoben. In der entmilitarisierten Zone, die nach dem Kosovo-Krieg geschaffen wurde, ist den jugoslawischen Streitkräften die Einfuhr schwerer Waffen untersagt. Albaner töteten seit November vier serbische Polizisten.

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