Politik : Kostunicas Partei: Wahl in Serbien war doch gültig

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Belgrad (dpa). Die Partei des jugoslawischen Präsidenten Vojislav Kostunica hat wegen angeblicher Manipulationen bei der Präsidentenwahl in Serbien beim Obersten Gerichtshof Klage eingereicht. Die Wahl sei nur an der erforderlichen Mindestbeteiligung von 50 Prozent der Wahlberechtigten gescheitert, weil Hunderttausende Phantomwähler registriert seien, teilte Kostunicas Demokratische Partei Serbiens (DSS) am Samstag in Belgrad mit.

Die DSS besitze eine „umfangreiche“ Dokumentation, die beweise, dass über eine halbe Million „nicht bestehender“ Menschen in die Wählerlisten eingetragen seien. Demnach hätten an der Stichwahl am vergangenen Sonntag mehr als die erforderlichen 50 Prozent der Wähler ihre Stimme abgegeben, und somit sei Kostunica zum neuen Präsidenten gewählt worden, meinte die DSS. Bei der Stichwahl hatten offiziell nur 45,5 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, während laut Gesetz eine Mindestbeteiligung von mehr als 50 Prozent nötig ist.

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