Politik : Krankenkassen: Ministerin Schmidt: Verwaltung ist zu teuer

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hat den Krankenkassen Nachlässigkeit bei der Kosteneindämmung vorgeworfen. Die Verwaltungskosten der Krankenkassen seien mit vier Prozent überdurchschnittlich gestiegen, sagte sie der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Die Kassen rufen nach Steuergeldern, und selbst unternehmen sie keine ausreichenden Anstrengungen, um die Kosten in den Griff zu bekommen", klagte die Ministerin. Es herrsche leider weitgehend Funkstille, wenn es darum gehe, selber Vorschläge zur Eindämmung ausufernder Kosten zu machen und sie dann auch umzusetzen, bemängelte Schmidt. Noch schlimmer sei, dass die Spitzenverbände der Krankenkassen fast jeden Vorschlag - wie etwa die Einführung des Arzneimittelpasses - blockierten.

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