Politik : Krankenkassen sollen Beiträge senken

Angesichts der Milliardenüberschüsse der gesetzlichen Krankenkassen hat Gesundheitsministerin Ulla Schmidt die Kassen zu Betragssenkungen aufgefordert. Gleichzeitig zeigte sie sich zufrieden mit ihrer Politik: Die Reformen hätten gewirkt. (02.03.2005, 09:36 Uhr)

Berlin - Durch die höhere Beteiligung der Patienten haben die gesetzlichen Krankenkassen im vergangenen Jahr ein Plus von mehr als vier Milliarden Euro erwirtschaftet. «Der genaue Überschuss beträgt vier Milliarden und 22 Millionen Euro», sagte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) am Mittwoch im ZDF. Die Reformen hätten gewirkt. Sie könne sich an keine Zeit erinnern, «wo es mehr Überschüsse gegeben hat». «Jetzt ist es Zeit, dass die Kassen auch Beitragssatzsenkungen an die Versicherten weitergeben», appellierte Schmidt an die Kassen. Sie könne «niemanden anweisen».

Auch der Verband der Krankenversicherten forderte die zugesagte Beitragssenkung auf im Schnitt 13,6 Prozent ein. Das Nachdenken über Beitragssenkungen ziehe sich jetzt schon über ein Jahr hin, sagte der Präsident des Verbandes, Heinz Windisch, am Mittwoch im ZDF. Man wolle «ganz klar», dass die Gesundheitsministerin das umsetze, «was sie versprochen hat: Dass der Beitragssatz auf durchschnittlich 13,6 Prozent gesenkt wird». (tso) ()

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