Politik : Krawall in Kabul und Schüsse in Kundus

Kabul - Nach einem tödlichen Verkehrsunfall mit Beteiligung von Fahrzeugen der internationalen Afghanistantruppe Isaf haben Dutzende Menschen vor der US-Botschaft in Kabul randaliert. Fernsehbilder zeigten am Freitag mindestens ein gepanzertes Auto, das in Flammen stand. Nach Angaben eines AFP-Reporters warfen junge Männer Steine und skandierten „Tod den Ausländern“. Augenzeugen zufolge starben bei dem Verkehrsunfall alle vier Insassen eines zivilen Fahrzeuges. Das Auto sei beim Abbiegen auf eine Hauptstraße mit einem von zwei Militärfahrzeugen kollidiert, die in einem Konvoi gefahren seien.

Im nordafghanischen Kundus ist am Donnerstag eine Militärtransportmaschine der Bundeswehr vom Typ C-160 „Transall“ beim Start mit Handfeuerwaffen und Panzerabwehrwaffen beschossen worden. Das Flugzeug blieb aber unbeschädigt, Soldaten wurden nicht verletzt. Die Bundeswehr sieht in dem Beschuss auch keine neue Qualität der Bedrohung; eine solche Bedrohungslage gebe es seit längerem, sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos: „Wir reagieren darauf lagegerecht.“ Das könnte etwa andere An- und Abflugverfahren bedeuten, um Bedrohungen zu entgehen. AFP/ddp

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