Krebs-Gerüchte : "Fidel ruht sich aus"

Der kubanische Übergangspräsident und Bruder von Fidel Castro, Raúl Castro, hat Medienberichten über eine Krebserkrankung des Staatsführers widersprochen. Fidel Castro liege nicht im Sterben, sondern erhole sich weiterhin gut von seiner Operation.

Havanna - "Er ruht sich aus, aber arbeitet jeden Tag ein bisschen mehr", sagte Raúl Castro am Sonntag nach einem Jugendtreffen. Am Samstag hatte das US-Magazin "Time" berichtet, der kubanische Staatschef Fidel Castro habe Krebs im Endstadium.

"Time" schrieb unter Berufung auf ranghohe Mitarbeiter der US-Regierung, der 80-Jährige werde möglicherweise nicht mehr an die Staatsspitze zurückkehren. Diese Annahme werde auch von den US-Geheimdiensten gestützt, könne sich aber dennoch als falsch herausstellen, schränkte das Magazin zugleich ein.

Außenminister zuversichtlich

Der kubanische Außenminister Felipe Pérez Roque hatte am Mittwoch in der Parteizeitung "Granma" erklärt, Castro genese zusehends und werde die Revolution weiterführen. Vor einer Woche hatte das Blatt berichtet, dem Staatschef gehe es immer besser.

Fidel Castro hatte Ende Juli wegen einer Darmoperation, in deren Folge er 18 Kilogramm abnahm, erstmals seit 47 Jahren die Amtsgeschäfte "vorübergehend" an seinen fünf Jahre jüngeren Bruder Raúl abgegeben. Am Rande des Treffens kam Fidel Castro aber mit mehreren Staatschefs zusammen. (tso/AFP)

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