Politik : Krenz muss im Gefängnis bleiben

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Berlin (dpa). Der frühere DDR-Staats- und Parteichef Egon Krenz muss seine Gefängnisstrafe weiter absitzen. Der Berliner Gnadenausschuss lehnte alle Gesuche für seine vorzeitige Haftentlassung ab. Krenz verbüßt wegen seiner Mitverantwortung für die Todesschüsse an der Mauer seit Januar 2000 eine Strafe von sechseinhalb Jahren. Er war wegen seiner Verantwortung für den Tod von vier DDR-Flüchtlingen verurteilt worden. Die letzte Entscheidung trifft Justizsenatorin Karin Schubert (SPD). Es sei aber nicht damit zu rechnen, dass sich die Senatorin der Empfehlung des Ausschusses entgegenstelle. Dem Ausschuss lagen rund 50 Gnadengesuche vor, auch aus dem Ausland. Krenz wollte allerdings bisher nicht selbst um Gnade bitten. Der 65-Jährige verbüßt seine Strafe im offenen Vollzug in der Haftanstalt Berlin-Plötzensee. Im März vorigen Jahres hatte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte die Beschwerde von Krenz gegen seine Verurteilung zurückgewiesen.

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