Krieg in Nahost : Libanesische Regierung stimmt Resolution zu

Die libanesische Regierung hat am Samstagabend einstimmig der UN-Resolution zur Beendigung der Feindseligkeiten mit Israel zugestimmt.

Beirut - Zugleich äußerte sie jedoch Vorbehalte, teilte Finanzminister Dschihad Kazaur mit. Das Kabinett habe die Resolution "trotz Vorbehalten" gebilligt, hieß es in der Erklärung. Die Vorbehalte bezögen sich unter anderem auf die in der Resolution fehlende Verurteilung der israelischen Gewalt und die fehlenden Aussagen über das Schicksal libanesischer Gefangener in Israel. Am Sonntag werde das Kabinett erneut zusammenkommen, um über Details der Umsetzung der Entschließung zu beraten.

Der UN-Sicherheitsrat hatte am Freitagabend einstimmig die Resolution 1701 beschlossen, in der die Hisbollah aufgefordert wird, den Beschuss israelischen Gebiets einzustellen. Auf der anderen Seite soll Israel seine "offensiven Militäroperationen" beenden und sich aus dem Südlibanon zurückziehen. Nach der von Frankreich und den USA ausgearbeiteten Resolution soll die UN-Mission im Libanon (Unifil) verstärkt werden und zusammen mit der libanesischen Armee die bislang von der Hisbollah dominierte Grenzregion unter Kontrolle bringen.

Israels Ministerpräsident Ehud Olmert wollte laut seinem Sprecher die UN-Resolution am Sonntag zur Billigung im Kabinett vorlegen. Dies bedeutet aus israelischer Sicht jedoch nicht das Inkrafttreten einer sofortigen Waffenruhe. Die Vereinten Nationen forderte Israel und die schiitische Hisbollah-Miliz auf, unmittelbar nach einer Billigung der Entschließung die Kämpfe einzustellen. (tso/AFP)

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