Kriegsschiffe : Russland kündigt Karibik-Manöver an

Russland will nach Regierungsangaben noch in diesem Jahr mit großen Kriegsschiffen ein Seemanöver in der Karibik abhalten. Medien sehen darin eine Reaktion auf die die verstärkte Präsenz von Schiffen der USA und anderer Nato-Staaten im Schwarzen Meer.

MoskauZu der mit den Streitkräften Venezuelas geplanten Übung sollen unter anderem der mit Atomkraft getriebene Raketenkreuzer "Pjotr Weliki" (Peter der Große) sowie ein U-Boot-Zerstörer eingesetzt werden. Das teilte das russische Außenministerium am Montag nach Angaben der Agentur Itar-Tass in Moskau mit. Auf Flughäfen Venezuelas sollten vorübergehend auch russische Kampfflugzeuge zur Bekämpfung von U-Booten stationiert werden.

Russische Medien interpretierten das geplante Manöver als eine Reaktion auf die verstärkte Präsenz von Schiffen der USA und anderer Nato-Staaten im Schwarzen Meer infolge des Südkaukasus-Konflikts. Die US-kritische Führung Venezuelas hatte zuvor mitgeteilt, dass man vom 10. bis 14. November mit vier russischen Kriegsschiffen ein Manöver abhalten wolle. Die russische Regierung bestätigte den geplanten Einsatz von vier Schiffen. Das Manöver sei seit langem geplant gewesen und stehe nicht im Zusammenhang mit der Lage im Kaukasus, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Moskau. (mfa/dpa)

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