Krise in Kenia : Tiere, Kaffee, Korruption

Das auch von vielen deutschen Touristen besuchte afrikanische Tierparadies Kenia gilt als einer der korruptesten Staaten der Welt - aber auch als der industriell am besten entwickelte im Osten des Kontinents.

Das Land grenzt an Tansania, Uganda, den Sudan, Äthiopien, Somalia und den Indischen Ozean. Der 582.000 Quadratkilometer große Staat am Äquator ist etwa so groß wie die Iberische Halbinsel.

Die frühere britische Kolonie ist seit 1963 unabhängig und hat rund 31,5 Millionen Einwohner. Die größten unter den rund 40 Volksgruppen sind die Kikuyu (21 Prozent), die Luhya (14 Prozent) und die Luo (13 Prozent). Etwa 70 Prozent der Einwohner bekennen sich zum Christentum, 20 Prozent sind Muslime.

Kenia gilt als das industriell am besten entwickelte Land Ostafrikas. Die Industrie verarbeitet vor allem Agrarprodukte. Der Tourismus ist der zweitgrößte Devisenbringer. Neben den Stränden am Indischen Ozean sind Wildreservate wie Tsavo und Masai-Mara Attraktionen für Besucher. Nach einem Anschlag auf ein Hotel im November 2002 in Mombasa und Terrorwarnungen ist der Tourismus zurückgegangen. 2006 reisten etwa 200.000 Deutsche nach Kenia, 85.000 weniger als vier Jahre zuvor.

Präsident Mwai Kibaki hatte 2003 die als korrupt verrufene Regierung unter Daniel Arap Moi abgelöst. Inzwischen wird auch Kibaki Vetternwirtschaft vorgeworfen. Die Organisation Transparency International weist Kenia mit Platz 144 von 159 Ländern als einen der korruptesten Staaten der Welt aus. (rope/dpa)

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