Krise um Griechenland : "Kein Zerwürfnis zwischen Angela Merkel und Wolfgang Schäuble"

Kanzlerin Merkel und Finanzminister Schäuble arbeiten in der Griechenland-Krise eng zusammen. Es gebe kein Zerwürfnis zwischen den beiden, sagte ein Regierungsvertreter. Er reagierte auf einen Bericht von "Bild", nach dem Merkel Schäuble über ein Spitzentreffen nicht vorab informiert haben soll.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble.
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble.Foto: dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble arbeiten nach Darstellung aus Regierungskreisen bei der Bewältigung der Griechenland-Krise unverändert eng zusammen. “Es droht wegen Griechenland kein Zerwürfnis zwischen beiden“, sagte ein Regierungsvertreter am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters in Berlin. Auch von anderer Stelle war aus der Regierung zu hören, es gebe eine enge Abstimmung zwischen beiden CDU-Politikern. So seien etwa bei der Kabinettssitzung am Mittwoch keine Missstimmungen zu spüren gewesen.

Die “Bild “-Zeitung hatte berichtet, Merkel habe vergangene Woche ein Spitzentreffen mit Frankreichs Präsident Francois Hollande, IWF-Chefin Christine Lagarde und anderen europäischen Spitzenvertretern zur Griechenland-Krise eingefädelt, ohne Schäuble vorab darüber zu informieren.

Schäuble habe nur durch Zufall von dem Treffen erfahren, schrieb die Zeitung weiter. Sie zitierte einen ungenannten Top-Beamten aus Schäubles Ministerium mit den Worten: “Das war eine Solo-Nummer der Dame.“ In dem Bericht wird die Frage aufgeworfen, ob Schäuble sein Amt hinwerfen könnte. “Der 'Bild'-Bericht ist Unsinn“, hieß es dazu in den Regierungskreisen. (Reuters)

» Gratis: Tagesspiegel + E-Magazin "Wahl 2017"

3 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben