Krisenregion : Birmas Armee rückt gegen Flüchtlinge vor

Schockierende Nachricht aus Birma: Die birmanische Armee hat nach Angaben einer Hilfsorganisation im Grenzgebiet zu Thailand eine brutale Offensive gegen Flüchtlinge gestartet.

BangkokEinige Dörfer seien bereits überrannt, berichtete "Helfen-ohne-Grenzen" am Dienstag in Mae Sot in Thailand. Die Organisation unterhielt in dem Gebiet südlich der Grenzstadt bislang mit Spendengeldern vor allem aus Europa fünf Schulen und zwei Kliniken, die geschlossen werden mussten.

Nach Angaben der Helfer rückt die Armee gegen die Dörfer vor, deren Einwohner dem seit Jahrzehnten von der Militärjunta verfolgten Karenvolk angehören. Sie flüchteten vor den brutalen Angriffen der Armee in den vergangenen Jahren aus dem Inneren Birmas an die Grenze. Die anrückenden Soldaten hätten alle Lebensmittelvorräte geplündert, Felder zerstört und Häuser niedergebrannt, berichtete "Helfen-Ohne- Grenzen". In einer der Kliniken versuchten Helfer die verletzten Opfer und Schwerkranke trotz der Kämpfe notdürftig zu versorgen. (sba/dpa)

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