Krümmel : Greenpeace: Akw bedroht Hamburg

Bei einem schweren Reaktorunfall im Atomkraftwerk Krümmel wäre die Hamburger Bevölkerung nach Auffassung der Umweltorganisation Greenpeace einer tödlichen Dosis Radioaktivität ausgesetzt.

Krümmel
Das Atomkraftwerk in Krümmel. -Foto: DPA

Hamburg - Das Hamburger Stadtgebiet müsste in einem solchen Fall innerhalb von drei Stunden evakuiert werden, sagte Greenpeace-Atomexperte Heinz Smital am Montag. Die Organisation fordere deshalb die endgültige Stilllegung des Atomkraftwerks bei Geesthacht. Auch die Bevölkerung in Teilen Niedersachsens, Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns sei unmittelbar gefährdet. Das Risiko werde von der Atomaufsicht „seit Jahren bewusst oder fahrlässig unterschätzt“, rügte der Atomexperte. „Die Aufsichtsbehörden kennen zwar die Gefahr, doch sie handeln nicht.“ Darüber hinaus würden die deutschen Sicherheitsbehörden das Risiko eines Terroranschlags aus der Luft auf ein Atomkraftwerk nicht mehr ausschließen, hieß es. Die Umweltorganisation beruft sich dabei auf interne Dokumente, unter anderem des Bundeskriminalamtes. Zudem sei die bisherige Abwehrtaktik gescheitert, das Atomkraftwerk im Falle eines Angriffs zu vernebeln. ddp

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