KSE-Vertrag : Russland: Es droht kein Wettrüsten

Die Aussetzung des Vertrags über Konventionelle Streitkräfte in Europa durch Moskau wird nach russischer Einschätzung kein neues Wettrüsten entfachen.

MoskauDie Aussetzung des Vertrags über Konventionelle Streitkräfte in Europa (KSE) durch Moskau bedeutet nach russischer Einschätzung keine Ankündigung eines Wettrüstens. "Bis jetzt gibt es gar keine Notwendigkeit, radikal aufzurüsten und russische Armeen gegen europäische Ziele in Stellung zu bringen", zitierte die Agentur Interfax einen Informanten aus dem Verteidigungsministerium. "Wie sich die Ereignisse weiter entwickeln, werden wir sehen, die Politik der Nato und der USA werden immer unberechenbarer", sagte der namentlich nicht Genannte.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte am Samstag den KSE-Vertrag über konventionelle Land- und Luftstreitkräfte per Dekret auf Eis gelegt. Moskau begründete den Schritt mit eigenen Sicherheitsinteressen. Putin reagierte damit auf die US-Raketenabwehrpläne in Mitteleuropa. Der KSE-Vertrag, der als eines der wichtigsten Abkommen zur Rüstungskontrolle in Europa gilt, legt Obergrenzen etwa bei Panzern, Artillerie und Flugzeugen fest. (mit dpa)

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