Kuba : "Die Welt braucht rationalen US-Präsidenten"

Kuba provoziert die USA: Einen Tag vor den amerikanischen Präsidentschaftswahlen sagte Kubas Vize-Präsident Carlos Lage, die Welt brauche einen US-Präsidenten, "der intelligent, und nicht wahnsinnig sei".

HavannaDie kubanische Führung hat am Montag, einen Tag vor den Präsidentschaftswahlen in den USA, bekräftigt, dass sie an ihrem sozialistischen Kurs festhalten werde. Kubas Vize-Präsident Carlos Lage sagte bei der Eröffnung der Internationalen Messe von Havanna, die Welt brauche einen US-Präsidenten, der rational handele, der intelligent und nicht wahnsinnig sei. "Das ist doch nicht zu viel verlangt", sagte Lage, der als ein Befürworter von Wirtschaftsreformen in dem kommunistischen Inselstaat gilt.

Unter diesen Umständen würden sich vielleicht die Beziehungen zwischen den beiden seit einem halben Jahrhundert verfeindeten Staaten ändern. Im Gegensatz zu dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten John McCain hatte sich der Demokrat Barack Obama für eine Flexibilisierung der US-Politik gegenüber Kuba ausgesprochen. Seit 50 Jahren bekämpft Washington mit einem Embargo das in Havanna herrschende kommunistische Regime.

Der künftige US-Präsident habe zu entscheiden, ob er die "kriminelle Politik" seines Landes gegenüber Kuba fortsetzen wolle, sagte Lage. 235 von 2500 Unternehmen, die auf der Messe vertreten sind, stammen aus den USA. "Das ist der Beweis dafür, dass die Embargo-Politik Washingtons zum Scheitern verurteilt ist", sagte Lage weiter. (saw/dpa)

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