Kuba : Spanischer Mediziner soll Castro helfen

Der Madrider Chirurg José Luis García Sabrido ist nach Angaben einer Zeitung aus Barcelona mit einem von Kubas Regierung gecharterten Flugzeug auf die Insel geflogen, um den kranken Staatschef Fidel Castro zu untersuchen.

Barcelona - Ein renommierter spanischer Mediziner soll nach einem Pressebericht den kranken kubanischen Staatschef Fidel Castro untersuchen. Wie die Zeitung "El Periódico de Catalunya" berichtete, flog der Chirurg José Luis García Sabrido auf Bitten der kubanischen Regierung auf die Karibikinsel. Der Arzt vom Madrider Gregorio-Marañón-Krankenhaus gilt als einer der führenden Experten auf dem Gebiet der allgemeinen Chirurgie.

Er soll nach Angaben des Blattes Castro gründlich untersuchen und den kubanischen Ärzten bei der Entscheidung helfen, ob eine weitere Operation vorgenommen werden soll oder nicht. García Sabrido sei mit einer von der kubanischen Regierung gecharterten Maschine nach Havanna geflogen, schrieb die Zeitung. Er habe hochmodernes medizinisches Material mitgenommen, das in Kuba nicht verfügbar sei.

Der 80-jährige Castro hatte die Regierungsgeschäfte im Juli an seinen jüngeren Bruder Raúl übergeben, bevor er wegen einer nicht näher benannten Darmkrankheit operiert wurde. Seither zeigte er sich nur wenige Male in der Öffentlichkeit. Über seinen Gesundheitszustand ist offiziell nichts Näheres bekannt. Castro ist auf dem Inselstaat seit 47 Jahren an der Macht. Der venezolanische Staatschef Hugo Chávez widersprach kürzlich Berichten, wonach sein kubanischer Amtskollege an Krebs leide und dem Tode nahe sein soll. Dagegen gehen die US-Geheimdienste davon aus, dass Castro schon bald seiner Krankheit erliegen werde.

(tso/dpa)

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