• Künast sieht keinen Anlass zur Warnung vor BSE Gefahr von befallenem Rindfleisch im Handel sehr gering

Politik : Künast sieht keinen Anlass zur Warnung vor BSE Gefahr von befallenem Rindfleisch im Handel sehr gering

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(dpa). Nach der Pannenserie bei BSETests suchen die Länder unter Hochdruck nach Fehlerquellen und möglichen kriminellen Machenschaften. In den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres seien 611 Tiere ohne den Test auf Rinderwahnsinn geschlachtet worden, teilte der Staatssekretär im Bundesverbraucherministerium, Alexander Müller (Grüne), am Donnerstagabend nach einer Telefonkonferenz mit den Bundesländern mit. Zuvor war von 510 Rindern die Rede. Die Gefahr, dass solches Fleisch in den Handel gelangt sei, sei aber sehr gering. Bauernverbands-Sprecher Michael Lohse sprach von einem „eindeutig kriminellen Akt“.

Verbraucherministerin Renate Künast (Grüne) sieht jedoch keinen Anlass, wegen der Pannen bei BSE-Tests vor dem Verzehr von Rindfleisch zu warnen. Die Ministerin versicherte aber: „Bei der Lebensmittelsicherheit ist mit uns nicht zu spaßen.“ Ihr Ministerium habe die Ergebnisse der Ländernachforschungen „ziemlich beieinander“, sagte Künast am Donnerstag am Rande der Grünen-Fraktionsklausur in Wörlitz. Die Aufklärung sei aber noch nicht abgeschlossen.

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV) appellierte an die Politik, die Testpannen „nicht einfach unter den Tisch zu kehren“. Auch mit der relativ geringen Zahl werde das „Verbrauchervertrauen gestört“ und die Wirtschaft in den betroffenen Ländern „ins Wanken gebracht“, sagte VZBV-Sprecher Christian Fronczak. Für gesundheitliche Bedenken gebe es allerdings keinen Anlass, weil Risikomaterial ohnehin nicht mehr verkauft werde.

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