Kultur in Berlin : Grütters kündigt mehr Geld für Hauptstadtkultur an

Sie gehe davon aus, dass Berlin künftig mehr Geld vom Bund für kulturelle Zwecke bekommen wird, so die Staatsministerin. Auch an die Eröffnung des Humboldt-Forums im Jahr 2019 glaubt sie.

Monika Grütters, Staatsministerin und Berlins CDU-Vorsitzende, erwartet mehr Geld vom Bund.
Monika Grütters, Staatsministerin und Berlins CDU-Vorsitzende, erwartet mehr Geld vom Bund.Foto: dpa

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) rechnet damit mit „finanziellen Zuwächsen“ für den Kulturbereich durch den neuen Hauptstadt-Finanzierungsvertrag. Sie rechne damit, dass er in Kürze unterschrieben werde, sagte sie der „Berliner Morgenpost“. Einzelne Bereiche der Kultur sollten strukturell gestärkt werden, so Grütters. Konkrete Summen nannte sie nicht.

Die Kulturstaatsministerin zeigte sich zuversichtlich, dass das Humboldt-Forum Ende 2019 eröffnet werden kann. Sie sei nicht unglücklich, dass das Einheits- und Freiheitsdenkmal in Form einer begehbaren Waage nun doch neben dem Humboldt-Forum gebaut werden soll. „Wir setzen damit etwas fort, was schon vor langem beschlossen worden war“, sagte Grütters. Sie gilt nicht als Befürworterin des Entwurfs. Vor einigen Monaten hatte sie gefordert, die Diskussion über Standort und Gestaltung des Denkmals noch einmal neu zu beginnen.

Der Haushaltsausschuss des Bundestages hatte das Projekt im vergangenen Frühjahr aus Kostengründen gestoppt, dann aber im Herbst eine höhere Summe für den Nachbau der Kolonnaden des Kaiser-Wilhelm-Denkmals am selben Standort bewilligt. Vor wenigen Wochen hatten sich die Fraktionsspitzen von CDU und SPD im Bundestag darauf geeinigt, doch den geplanten Entwurf für das Einheits- und Freiheitsdenkmal zu realisieren.

Grütters formulierte die Erwartung, dass der Bau des Denkmals als „wesentlicher Bestandteil der deutschen Erinnerungskultur“ in ihrer Zuständigkeit bleibe. Das Geld für den Nachbau der Kolonnaden sei zwar im Etat von Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) enthalten, es müsse dann aber in den Haushalt der Kulturstaatsministerin transferiert werden.

(KNA)

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