Politik : Kultusministerkonferenz: Lehrer können schneller wechseln

Lehrer sollen in Zukunft schneller von einem Bundesland in ein anderes wechseln können. Das beschlossenen die Kultusminister und -senatoren der Länder bei einer zweitägigen Konferenz in Hamburg. Die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, die baden-württembergische Kultusministerin Annette Schavan (CDU), sagte am Freitag zum Abschluss des Treffens, dass sich Berufsanfänger nach Abschluss der Lehrerausbildung vom kommenden Schuljahr an bundesweit bewerben können. Lehrkräfte, die bereits im Schuldienst eines Landes beschäftigt seien und das Bundesland wechseln wollten, könnten unter Beachtung des Anspruchs der Schüler auf Unterrichtskontinuität von einem anderen Land übernommen werden.

Die Länder verpflichteten sich den Angaben zufolge, bei Freigabeerklärungen für die Pädagogen großzügig zu verfahren. Eine Zusammenführung von Ehepartnern solle in Zukunft "mit Vorrang" ermöglicht werden. Bisher gab es in der Bundesrepublik das so genannte Kopf-zu-Kopf-Verfahren, wonach bei dem Wechsel eines Lehrers in ein anderes Bundesland ein Tauschpartner angeboten werden musste. Außerdem wollen die Minister die Möglichkeit verstärken, dass Schulen Quereinsteiger wie Ingenieure oder Physiker einstellen können. Diese müssen allerdings über eine pädagogische Kompetenz verfügen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben