Kundgebung in Erfurt : Björn Höcke sieht AfD bald als "Kanzlerpartei"

Der Vorsitzende der Thüringer AfD, Björn Höcke, sieht seine Partei für die nächste Bundestagswahl gut gerüstet und formuliert hohe Ziele.

Björn Höcke bei einer Kundgebung in Erfurt.
Björn Höcke bei einer Kundgebung in Erfurt.Foto: dpa/Michael Kappeler

Der Vorsitzende der Thüringer AfD, Björn Höcke, sieht die Alternative für Deutschland schon bald als „Kanzlerpartei“. Der rechtsnationale Politiker sagte am Mittwochabend bei einer Kundgebung vor dem Landtag in Erfurt: „Wir müssen den Anspruch haben, eine Volkspartei zu werden.“ Die AfD dürfe sich im nächsten Bundestagswahlkampf nicht mit 10 oder 20 Prozent zufriedengeben, fügte er vor mehr als 2000 Anhängern hinzu. Die CSU forderte er auf, die Regierungskoalition zu verlassen und damit den Weg für Neuwahlen zu ebnen.

Einige Hundert Gegendemonstranten begleiteten den Protestmarsch der AfD mit einem Pfeifkonzert, wurden aber von der Polizei mit Absperrgittern auf Distanz gehalten. Zu Zusammenstößen zwischen beiden Lagern während der Kundgebung kam es nicht. 

Die AfD-Anhänger trugen Transparente, auf denen die Politiker der etablierten Parteien als „Volksverräter“ geschmäht wurden. Ein Demonstrant forderte auf seinem Schild „Putin hilf uns“. Die Menge rief „Wir sind das Volk“ und „Merkel muss weg“.

Das Motto der AfD-Demonstration lautete „Deutschland und Thüringen dienen“. Die Thüringer AfD spielte diesmal nicht wie sonst das Lied „Wir sind wir“ von Paul von Dyk. Der Berliner Musiker hatte zuvor erklärt, er lehne die AfD ab und wolle deshalb nicht, dass diese seine Musik benutze. (dpa)

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