Politik : Kurden gestanden und bereuten Tat

Im Prozess gegen sieben kurdische Besetzer des griechischen Generalkonsulats in Leipzig sind die Angeklagten zu mehrjährigen Haft- sowie einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Leipzig sprach alle Angeklagten des schweren Haus- und Landfriedensbruchs und fünf von ihnen der Geiselnahme im minder schweren Fall für schuldig. Es verhängte gegen sie Strafen zwischen zwei Jahren auf Bewährung und drei Jahren Haft. Die Kurden waren im Februar vergangenen Jahres gemeinsam mit 66 Gesinnungsgenossen in das Gebäude des griechischen Generalkonsulats in Leipzig eingedrungen, hatten das Mobiliar zerstört und drei Angestellte eines im Gebäude befindlichen Steuerbüros als Geiseln genommen. Damit wollten sie gegen die am selben Tag bekannt gewordene Festnahme des PKK-Führers Abdullah Öcalan protestieren. Nach zehn Stunden stürmte ein Sondereinsatzkommando das Gebäude und befreite die Geiseln ohne Blutvergießen. Die eigentlichen Drahtzieher der Aktion waren nach Überzeugung des Gerichts höhere, "verantwortungslose" PKK-Funktionäre, die den Besetzern ihre Anweisungen per Handy gaben. Einer von ihnen steht seit März in Dresden vor Gericht.

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