Kurdisch-Türkischer Konflikt : Türkei fliegt Luftangriffe im irakischen Grenzgebiet

Vier türkische Soldaten sind im Grenzgebiet zum Irak bei Gefechten mit Kämpfern der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK getötet worden. Bereits in der Nacht flog das türkische Militär Luftangriffe.

Bagdad/DohukBei den Angriffen sei auch ein Offizier ums Leben gekommen, wie türkische Medien berichten. Es gebe auch mehrere Verletzte. Zu den Kämpfen sei es auf dem Gebirgszug Gabar in der Provinz Sirnak gekommen. Die türkische Regierung droht nach mehreren tödlichen Angriffen der als Terrororganisation eingestuften kurdischen Arbeiterpartei mit einer Militäroffensive gegen PKK-Stellungen im Nordirak.

Die türkische Luftwaffe hat in der Nacht zum Dienstag bereits mehrere Dörfer im Nordirak angegriffen, wie die Nachrichtenagentur Aswat al Irak meldete. Die Agentur berichtete unter Berufung auf einen Angehörigen der Sicherheitskräfte in der Provinz Dohuk, bombardiert worden seien fünf Ortschaften, die etwa acht bis zehn Kilometer von der türkischen Grenze entfernt lägen. Zu möglichen Opfern machte der kurdische Beamte keine Angaben.

Die türkische Regierung droht nach mehreren tödlichen Angriffen der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK im Grenzgebiet mit einer Militäroffensive gegen PKK-Stellungen im Nordirak. Die drei Nordprovinzen des Iraks bilden das Autonomiegebiet der irakischen Kurden. Ihre Führung hatte in den vergangenen Wochen versucht, die Regierung in Ankara von ihren Angriffsplänen abzubringen. (mit dpa)

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