Politik : Kurt Biedenkopf: Jacht-Tour für den Ministerpräsidenten

Der durch seine Mietaffäre belastete sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (CDU) sieht sich neuen Vorwürfen ausgesetzt. Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtete über einen Gratis-Aufenthalt Biedenkopfs im September 1999 bei einem befreundeten bayerischen Bauunternehmer auf dessen Luxusjacht in Monte Carlo. Zuvor hatte sich Biedenkopf nach Angaben des Magazins persönlich für die geschäftlichen Interessen dieses Unternehmers eingesetzt. Biedenkopf wies die Vorwürfe zurück und erklärte, er schließe juristische Schritte gegen den "Spiegel" nicht aus. Nach den Worten Biedenkopfs handelte es sich um eine Privatreise mit seiner Frau. Andere Darstellungen seien erlogen, sagte er am Samstag am Rande einer CDU-Veranstaltung in Dresden der dpa. Der geplante Ausflug auf See sei gar nicht zu Stande gekommen. Im Grunde sei er gegen Anschuldigen dieser Art machtlos. Im vorliegenden Fall wolle er aber juristische Schritte nicht ausschließen. Allerdings kenne er noch nicht den kompletten Wortlaut des "Spiegel"-Beitrages. Zuvor hatte schon Regierungssprecher Michael Sagurna den kostenlosen Jacht-Aufenthalt von Biedenkopf und dessen Frau Ingrid bestätigt. Eine Verbindung zwischen der privaten Reise und den Geschäften des Unternehmers herzustellen, sei aber "lächerlich". Biedenkopf könne ja wohl bei einem Freund mal ein paar Tage auf dem Boot verbringen. Zugleich bestätigte der Sprecher, dass der Geschäftsmann in Sachsen investiert habe. Laut "Spiegel" ist der Geschäftsmann Max W. Schlereth seit 1990 in Sachsen im Immobiliengeschäft aktiv, unter anderem kaufte eine seiner Firmen Land in der Nähe des Dresdner Flughafens. Als es Anfang der 90er Jahre zu rechtlichen Auseinandersetzungen um das Grundstücksgeschäft kam, habe sich Biedenkopf selbst für Schlereth stark gemacht. Nach Darstellung Sagurnas war Biedenkopf zu einem Segeltörn im Mittelmeer verabredet. Auf Grund eines Maschinenschadens sei die Jacht aber nicht ausgelaufen. Da der Rückflug bereits gebucht war, seien die Biedenkopfs ein paar Tage an Bord des Schiffes geblieben.

Schon zuvor habe Biedenkopf einmal eine Kreuzfahrt mit einem anderen Boot desselben Freundes unternommen und dafür auch bezahlt. So sei es auch diesmal geplant gewesen. Dass dem Ministerpräsidenten vor Ort Personenschützer zur Verfügung standen, sei ein übliches Gebahren. Nach dem Bericht des "Spiegel" konnte Biedenkopf am Urlaubsort auch ein Sicherheitsfahrzeug nutzen.

Von seinem Thüringer Amtskollegen Bernhard Vogel (Cdu) Erhielt Biedenkopf Bei Einer Veranstaltung der Dresdner Cdu Rückendeckung. Das Ehepaar Biedenkopf Habe Sich In Den Vergangenen Zehn Jahren Mit "Haut und haaren" In Die Entwicklung Des Freistaates Eingebracht. Dies Sollten "Kleinkarierte krümelsucher" Bedenken.

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