Politik : Kurz und bündig: "Atlas der Weltgeschichte"

Rolf Brockschmidt

Wer kennt sich schon in der Geschichte Afrikas oder Ozeaniens aus, wer weiß, wie sich die Hochkulturen West-, Süd- oder Nordasiens entwickelt haben? Bisherige historische Atlanten zeichneten sich durch ein hohes Maß an Eurozentrismus aus. Da schafft nun der Dumont Atlas der Weltgeschichte in bewährt brillanter Qualität Abhilfe. Der großformatige Atlas behandelt im ersten Teil Epochen der Weltgeschichte, illustriert mit hervorragend gestalteten Karten und zahlreichen Fotos. Zur Vertiefung lädt dann der zweite Teil ein, der sich chronologisch den einzelnen Geschichtsräumen widmet. Dank digitaler Kartenproduktion sind diese dort, wo es Sinn macht, gedreht, sie weichen von der üblichen Nord-Süd-Darstellung ab und schärfen den Blick für geografische Räume und historische Zusammenhänge, die herkömmliche Karten bisher nicht bieten konnten. So erzeugt eine diagonal gestreckte Karte zu den Kreuzzügen vom Nahen Osten bis ins ferne Europa einen ganz anderen optischen Eindruck von den Beziehungen zwischen Morgen- und Abendland. Es sind diese ungewöhnlichen Kartendarstellungen und die Aufmerksamkeit, die den nichteuropäischen Kulturkreisen bis hin zu Ozeanien gewidmet wurde, die diesen Geschichtsatlas zu einem wirklichen Weltatlas machen.

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