Politik : Kurz und bündig

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EUROPA-OECKL 2001 / 2002. Man kann darüber streiten, ob die BSE-Krise oder der Streit um die EU-Übernahmerichtlinie schon auf die Agenda einer europäischen Innenpolitik gehört oder noch unter das Dach der Nationalstaaten. Fest steht aber, dass die Einführung der Euro-Münzen zum Jahreswechsel die Wirkungsmacht der EU zumindest jedem Bürger in Euroland vor Augen führen wird. Wer als Poltitiker, Unternehmer oder Journalist beruflich in Europa unterwegs ist und einfach nur das komplizierte Geflecht europäischer und internationaler Institutionen besser verstehen will, hat jetzt einen bewährten Leitfaden in überarbeiteter Fassung vorliegen: Den Europa-Oeckl 2001/2002. 8750 Einträge auf 1310 Seiten, Adressen und Telefonnummern erleichtern den Zugang zu mehr als 15 900 Ansprechpartnern aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur. Nach dem Sturz des Milosevic-Regimes im vergangenen Jahr führt der Europa-Oeckl nun etwa die Bundesrepublik Jugoslawien als neues Gastland des Europarates in Straßburg auf. Auch der Abschnitt über die Vereinten Nationen ist um spezielle Einrichtungen erweitert worden, etwa das Büro für die Koordination humanitärer Angelegenheiten (OCHA) in New York. Umfangreich ist auch das Personen-, Sach- und Abkürzungsregister, das vor allem den Weg durch das Brüsseler Dickicht bahnt. Oder wer hätte gewusst, das "EURO-FEDOP" für die Europäische Föderation der Öffentlich Bediensteten steht? (Taschenbuch des Öffentlichen Lebens. Europa und Internationale Zusammenschlüsse 2001/2002. Festland Verlag, Bonn 2001. 1310 Seiten. 78 Euro (152,55 Mark). ame

MICHAEL SOMMER (Hg): Die Levante. Ist die Levante ein mögliches Modell für Konfliktlösungen? Noch vor wenigen Jahren, im Bürgerkrieg, schien der in seiner ethnisch-religiösen Vielfalt einst als "Schweiz des Orients" gerühmte Libanon ein hoffnungsloser Fall tribalistisch-pseudoreligiöser Barbarei. Ein Band aus der Reihe "Freiburger Beiträge zu Entwicklung und Politik" des Arnold-Bergstraesser-Instituts für Kultur- und Entwicklungspolitik befasst sich in einem Längsschnitt vielleicht erstmals mit der Levante in ihrer historisch-geografischen Gesamtheit, von der Frühzeit bis zur Gegenwart. Jener mediterrane Küstenstreifen im Vorderen Orient, heute bekannt als Syrien, Libanon, Palästina / Israel und Jordanien, war seit Jahrtausenden ein Ort der kulturellen Begegnung, wo Karawanen nach Asien aufbrachen, wo Ost und West aufeinander trafen, lange vor dem Kalten Krieg. (Freiburg 2001. 195 Seiten. 29 DM). Tsp

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