Politik : Kurzmeldungen: Flüchtlingsdrama in der Adria und weitere Meldungen

Otranto (dpa).

Otranto (dpa). Bei einem Flüchtlingsdrama vor der süditalienischen Adriaküste sind am Donnerstag mindestens drei Menschen ertrunken. Nach Angaben des italienischen Fernsehens zwang eine Schleuserbande etwa 45 Kurden, ins eiskalte Meer zu springen und an Land zu schwimmen. Drei der Kurden hätten nicht schwimmen können und seien sehr wahrscheinlich ertrunken. Eine Leiche konnte bisher geborgen werden. Die vermutlich albanischen Schleuser konnten entkommen.

Mitterrand-Sohn: Geldwäsche?

Paris (AFP). In Frankreich ist der Sohn des früheren Präsidenten François Mitterrand wegen einer Korruptionsaffäre am Donnerstag in Polizeigewahrsam genommen worden. Nach Angaben der Ermittler geht es im Fall von Jean-Christophe Mitterrand um Vorwürfe der Geldwäsche mit mutmaßlichen Verzweigungen in mehrere afrikanische Staaten.

Militärgespräche gescheitert

Seoul (AFP). Die Gespräche führender Militärs aus Nord- und Südkorea im Grenzort Panmunjom sind am Donnerstag gescheitert. Grund dafür war nach Angaben des südkoreanischen Verteidigungsministeriums der Protest der nordkoreanischen Seite gegen ein Papier des Ministeriums, in dem Nordkorea als Seouls "Hauptfeind" bezeichnet wird.

China hat Peilsystem im All

Peking (rtr). China hat den Aufbau eines eigenen Peilsystems im All abgeschlossen, der Ende Oktober begonnen wurde. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete, der letzte der Navigationstrabanten vom Typ "Beidou" sei in der Nacht zum Donnerstag mit einer Rakete des Modells "Langer Marsch 3A" gestartet worden. Das Peilsystem ist das chinesische Gegenstück zum amerikanischen Global Positioning System (GPS), das Positionen auf der Erde mit einer Genauigkeit bis zu fünf Metern angibt.

Waffenruhe auf Sri Lanka

Colombo (dpa). Separatisten im Norden Sri Lankas haben am Donnerstag eine einmonatige Waffenruhe angekündigt. Sie soll vom 24. Dezember an gelten. Die "Befreiungstiger von Tamil Eelam" (LTTE), die für einen eigenen Staat der tamilischen Minderheit in Sri Lanka kämpfen, erklärten, mit diesem Schritt solle der Friedensprozess gefördert werden. Man erwarte jetzt, dass sich die Regierung in Colombo dem Waffenstillstand anschließe.

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