Politik : Kurzmeldungen: Plavsic stellt sich UN-Gericht und weiter Nachrichten aus dem Ausland

weiter Nachrichten aus dem Ausland

Die Ex-Präsidentin der bosnischen Serbenrepublik, Biljana Plavsic, ist am Dienstag nach Den Haag geflogen, um sich dem UN-Gerichtshof freiwillig zu stellen. Sie wurde dort zugleich des Völkermordes und Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt. Das teilte der Vize-Vorsitzende der Plavsic-Partei, des Serbischen Volksbundes (SNS), Svetozar Mihajlovic, am Dienstag in Banja Luka mit. Plavsic stand dem bosnischen Serbenführer Radovan Karadzic politisch nahe, nach dem das Haager Tribunal noch immer wegen Kriegsverbrechen fahndet.

Iran: Gerüchte um Hinrichtung

Berlin (uls). Die Familie des iranischen Theologen Hassan Jussevi Eschkevari fürchtet eine baldige Hinrichtung des Inhaftierten. Eschkevari hatte im April 2000 in Berlin an einer Iran-Konferenz der Heinrich-Böll-Stiftung teilgenommen. Nach seiner Rückkehr wurde er in Teheran verhaftet. Die Urteile gegen ihn und weitere Konferenzteilnehmer sind offiziell zwar noch nicht verkündet, doch sickerte bereits durch, dass Eschkevari zum Tode verurteilt worden ist.

Peking warnt Bush

Peking (AFP). Das chinesische Militär hat die künftige US-Regierung unter Präsident George W. Bush vor dem Einsatz des geplanten Raketenabwehrsystems NMD gewarnt. Das Bemühen um die "absolute militärische Vorherrschaft" der USA werde das Weltgleichgewicht stören, einen neuen Rüstungswettlauf nach sich ziehen und die internationale Sicherheit beeinträchtigen, urteilten Armee-Experten in der Zeitung "China Daily" (Dienstagsausgabe).

US-Politiker verurteilt

Baton Rouge (AP). Nach jahrelangen Ermittlungen und zwei Freisprüchen muss der Exgouverneur des US-Staates Louisiana jetzt doch ins Gefängnis. Der bis 1996 regierende Edwin Edwards wurde am Montag von einem Gericht in Baton Rouge wegen Erpressung zu zehn Jahren Haft verurteilt. Er wurde für schuldig befunden, für die Erteilung einer Kasinolizenz hunderttausende Dollars verlangt zu haben. Der demokratische Politiker erhielt den Bescheid, sich am 5. Februar zum Antritt seiner Haftstrafe zu melden.

Belgiens Ex-Premier tot

Brüssel (dpa). Der konservative belgische Politiker Paul Vanden Boeynants ist am Dienstag in Aalst westlich von Brüssel im Alter von 81 Jahren gestorben. Er galt als eine der markantesten Persönlichkeiten des politischen Lebens des Königreiches der vergangenen 30 Jahre. "VDB", wie er in Belgien oft genannt wurde, war von 1966 bis 1968 sowie 1978 Premierminister.

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