Politik : Kurzmeldungen: Putin gegen Verfassungsreform / Holbrooke für Kosovo-Treffen u.a.

Suu Kyis Arrest gelockert

Rangun (dpa). Das Militärregime in Birma hat den Hausarrest der Oppositionspolitikerin Aung San Suu Kyi gelockert. Zum ersten Mal seit zwei Monaten durfte die Friedensnobelpreisträgerin einen hochrangigen Vertreter ihrer oppositionellen Nationalen Liga für Demokratie (NLD) empfangen, hieß es aus Oppositionskreisen am Dienstag.

London erkennt Nordkorea an

London (rtr). Großbritannien hat am Dienstag diplomatische Beziehungen zu Nordkorea aufgenommen. In einer Erklärung von Außenminister Robin Cook nach der Unterzeichnung eines Memorandums der Verständigung hieß es, er begrüße diesen Schritt. Großbritannien hat damit Nordkorea erstmals seit der Staatsgründung vor über 50 Jahren anerkannt.

Putin gegen Verfassungsreform

Moskau (dpa). Russlands Präsident Wladimir Putin hat Änderungen an der Verfassung seines Landes abgelehnt. Dabei nahm er von ihm selbst durchgesetzte Neuordnungen und die Einteilung Russlands in sieben Verwaltungsgebiete aus. Diese "passen genau in den strengen Rahmen der Konstitution", sagte er am Dienstag im Kreml bei einem Empfang zum "Tag der Verfassung".

Holbrooke für Kosovo-Treffen

Belgrad (dpa). Der amerikanische UN-Botschafter Richard Holbrooke ist für eine internationale Kosovo-Konferenz. Ein solches Treffen könnte sich an den Bosnien-Verhandlungen orientieren, die zum Vertrag von Dayton führten, sagte Holbrooke der Nachrichtenagentur Beta am Dienstag. Belgrad und Kosovo-Albaner müssten ein kontrollierbares Abkommen erzielen.

Menschenrechtler verhaftet

Havanna (epd). Mehr als Hundert Mitglieder von Menschenrechtsgruppen sollen am Wochenende in Kuba festgenommen worden sein. Es sei die größte Verhaftungswelle seit Jahren gewesen, sagte ein Sprecher des Kubanischen Komitees für Menschenrechte am Montag. Die Regierung habe damit Kundgebungen zum Tag der Menschenrechte verhindern wollen.

Tote nach Überfall

Jakarta (dpa). Dutzende moslemischer Flüchtlinge, die mit einem Boot auf dem Rückweg zu ihrer Molukken-Insel Halmahera waren, sind bei einem Angriff bewaffneter Männer wahrscheinlich ums Leben gekommen. Das Boot mit mindestens 80 Flüchtlingen an Bord war nahe der Insel Kahatola von zwei Booten aus angegriffen worden.

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