Politik : Kurzmeldungen zur Kosovokrise

UN: Keine Umweltschäden

NEW YORK (AP).Entgegen der Darstellung der jugoslawischen Regierung, die Nato-Luftangriffe hätten zu einer Umweltkatastrophe geführt, haben die Vereinten Nationen (UN) und auch Umweltschutzorganisationen bislang keine größeren Schäden entdeckt.Wie am Dienstag nach dem Abschluß einer UN-Konferenz in New York über die Folgen der Bombardierungen für die Umwelt verlautete, soll die Lage aber künftig genauer beobachtet werden.

Rugova für UCK-Entwaffnung

HAMBURG .Der gemäßigte Führer der Kosovo-Albaner, Ibrahim Rugova, hat sich für die Entwaffnung der "Kosovo-Befreiungsarmee" UCK ausgesprochen, falls sich die jugoslawischen Streitkräfte aus dem Kosovo zurückziehen.In der Hamburger Wochenzeitung "Die Woche" wandte sich der Anfang Mai aus serbischer Geiselhaft freigelassene Politiker zugleich gegen Waffenlieferungen des Westens an die UCK."Wenn es im Kosovo eine internationale Streitmacht gibt, dann brauchen wir keine bewaffneten albanischen Truppen", sagte Rugova.

Lebensversicherungen

PEKING (AFP).Nach dem für drei Journalisten tödlichen Nato-Angriff auf die chinesische Botschaft in Belgrad hat der chinesische Journalistenverband eine Lebensversicherung für alle Korrespondenten in Jugoslawien abgeschlossen.Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Mittwoch weiter berichtete, werden alle 14 zur Zeit in Jugoslawien arbeiteten Korrespondenten mit rund 66 400 Mark versichert.

Schweiz mit Platzproblemen

BERN (AP).Wegen Platzproblemen in den Empfangsstellen der Schweiz kommt die Aufnahme von Vertriebenen aus dem Kosovo ins Stocken.Wie der Sprecher des Bundesamts für Flüchtlinge (BFF), Roger Schneeberger, am Mittwoch im Schweizer Radio DRS sagte, wird zunächst nur noch der für Donnerstag geplante Evakuierungsflug aus Mazedonien durchgeführt.Der nächste, für Montag geplante Flug müsse wegen Überbelegung der Aufnahmeeinrichtungen verschoben werden.

Flüchtlinge gerettet

ROM (AFP).Albanische und italienische Marinesoldaten haben in der Nacht zum Mittwoch rund 200 Flüchtlinge gerettet, die von Schleppern auf Felsen südlich von Cap Linguetta ausgesetzt worden waren.Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa weiter berichtete, handelte es sich vermutlich um Vertriebene aus dem Kosovo.

Kosovo-Albaner in Tschechien

PRAG .In Tschechien sind am Dienstag abend weitere albanische Flüchtlinge und Vertriebene aus dem Kosovo eingetroffen.Wie die Nachrichtenagentur CTK (Prag) mitteilte, landete ein Flugzeug mit 133 Menschen auf dem Flughafen Mosnov bei Ostrau.Sie wurden unmittelbar nach der Ankunft in ein nahes Auffanglager gebracht.Es war bereits der siebte Transport.

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