Politik : Kurzmeldungen

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Für Fausto Bertinotti war es von Anfang an klar, dass das Wahlergebnis ein „heißes Kopf-an-Kopf-Rennen“ wird. Italiens Kommunistenchef ist fest davon überzeugt, dass die deutschen Wähler „mit Sicherheit jene bestrafen, die sich als links bezeichnen, aber alles andere sind“. „Leider droht nun auch die sozialdemokratische Festung Deutschland zu fallen“, bedauert Giovanna Melandri, ehemalige linke Kulturministerin, die ersten Hochrechnungen. Ihre Koalitionskollegin, die linke Christdemokratin Rosy Bindi, hatte ihre ganze Hoffnung in das rot-grüne Bündnis gesetzt. „Auch wenn Schröder mir nicht links genug ist, wünsche ich ihm wirklich keine Niederlage.“ Rocco Buttiglione sieht das anders. Der Chef der rechten Christdemokraten vermutet in dem „großen Unterschied zwischen den vielen Wahlversprechen Schröders und den mageren Ergebnissen am Ende seiner Amtszeit“ den Hauptgrund für die denkbare Niederlage von Rot-Grün. Umberto Bossi hoffte indes auf einen Sieg Stoibers. Der habe in Bayern bewiesen, wie man gute Politik macht. Kulturminister Giuliano Urbani hoffte, „dass Stoiber das Rennen macht, damit auch in Deutschland eine Mitte-Rechts-Koalition endlich das Sagen haben wird“. Thomas Migge

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