Politik : Kurzmeldungen

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In den französischen Abendnachrichten nahmen die beiden großen Fernsehsender, das private TF 1 und das öffentlich-rechtliche Programm France 2, die Bundestagswahlen im Nachbarland nicht auf ihren ersten Platz: „Große Verwirrung, unklare Gemengelage", verkündeten die Moderatoren sichtlich unzufrieden in den Hauptnachrichten.

Unter den Vertretern der Pariser Regierung wagte lediglich die französische Europaministerin Noëlle Lenoir eine Aussage: „Man muss vorsichtig sein; es gibt noch viele Stimmen, die noch nicht ausgezählt sind“, sagte die Ministerin am Sonntagabend.

Besondere Aufmerksamkeit gab es in Frankreich für die beiden Hauptthemen des Wahlkampfs, die Arbeitslosigkeit und die Frage einer Beteiligung an einem möglichen Irak-Krieg. Der frühere Europaminister, der Sozialist Pierre Moscovici, war einer der wenigen Politiker, der sich schon vor der Bekanntgabe der endgültigen Wahlergebnisse äußern wollte. „Ein konservativer Kanzler wie Stoiber passt der neuen bürgerlichen Regierung in Paris natürlich besser ins Konzept, vor allem, weil es mehr gemeinsame Positionen gibt, zum Beispiel in den Bereichen Agrarpolitik, EU-Erweiterung und Verteidigungspolitik." Sabine Heimgärtner

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