Politik : Kurzmeldungen

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Das Brandenburger Tor und seine neue Schönheit: Zwei Jahre lang wurde das Berliner Wahrzeichen untersucht, geputzt und repariert. Es war unseren Blicken entzogen. Damit wir und die Touristen mit ihren Fotoapparaten nicht allzu viel vermissen, hüllten Bergsteiger das einzige noch erhaltene Berliner Stadttor in wechselnde, phantasievolle Verkleidungen. Mal bogen sich die sechs Säulen des nach dem Vorbild der Propyläen auf der Athener Akropolis von Baumeister Langhans 1791 erschaffenen Tores, dann wieder, zur Fußball-Weltmeisterschaft, hatte man sie in die Stutzen von Kahn & Co. gesteckt. Das Tor war mit einer dicken Schleife verpackt, durch die Säulen grüßten Eiffelturm oder Moskaus Roter Platz. „Wir verbinden Welten“ hieß das Motto, mit der die Telekom am Tor warb – und knapp vier Millionen Euro für die 20 verschiedenen Motive zahlte. Die Sanierung war quasi ein Geschenk; die Stadt revanchierte sich gestern mit einer großen Party Unter den Linden, auf dem Pariser Platz und auf der Straße des 17. Juni. Seit dem Vormittag strömten die Feiertagsgäste über die Festmeile, auf der die Bundesländer kulinarische Besonderheiten präsentierten. Im gleißenden Scheinwerferlicht erlebten schließlich Tausende den Höhepunkt des Tages: In einer spektakulären Aktion ließ der Modedesigner Willy Bogner am Tor die Hüllen fallen. Applaus für unser Einheits-Symbol aus Sandstein. Es darf nun zwar nicht mehr von jedem durchfahren, aber von allen bewundert werden. (Lo.) (Weiteres Seite 9) Fotos: dpa (5)

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