Politik : KURZMELDUNGEN

Hotline für Kosovaren

BONN (AFP).Das Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge hat eine einheitliche Telefon-Hotline für besorgte Angehörige von Kosovo-Albanern eingerichtet.Wie das Amt am Freitag in Bonn bekanntgab, können sie unter der Nummer 0911/9437777 täglich von 7 bis 22 Uhr Informationen über die in der Bundesrepublik aufgenommenen Kosovaren erhalten.

Extra Mandat für Albanien

BONN (AFP).Zum Schutz der Kosovo-Vertriebenen sollen eventuell deutsche Soldaten in Albanien stationiert werden.Der NATO-Rat beriet am Freitag über die Entsendung von bis zu 10 000 Soldaten.Deutschland würde vermutlich eine Fernmeldekompanie von 120 bis 150 Mann stellen.

Plädoyer für Rolle Moskaus

BERLIN (Tsp).Die aktive Einbeziehung Rußlands ist für eine Lösung des Kosovo-Konflikts unabdingbar.Darin waren sich die Teilnehmer der zweitägigen Konferenz "Rußland im 21.Jahrundert" einig, die von der debis AG und dem EastWest Institute (New York) in Berlin veranstaltet wurde.Geleitet wurde die Tagung von den beiden Vorsitzenden der Veranstalter, Klaus Mangold und John Mroz sowie von Wolfgang Ischiner vom Auswärtigen Amt.

Kosovo-Albaner gestoppt

MÜNCHEN (AFP).Die bayerische Polizei hat 134 Kosovo-Albanern an der Grenze die Ausreise nach Österreich verweigert.Die aus Solingen kommenden Männer wollten in drei Bussen ins Kosovo, um ihre Landsleute im bewaffneten Kampf gegen die Serben zu unterstützen, so das bayerische Innenministerium in München.

Tips von der UCK?

PARIS.Kämpfer der kosovo-albanischen Untergrundarmee UCK arbeiten mit der NATO zusammen.Dies bestätigte am Freitag der Pariser Verteidigungsminister Richard.Offizielle NATO-Stellen dementierten später diese Angaben.

Nicht nach Guantanamo

WASHINGTON (AFP).Die USA geben offenbar ihren Plan auf, Flüchtlinge aus dem Kosovo auf ihrem Marinestützpunkt Guantanamo Bay auf Kuba unterzubringen.Die "New York Times" berichtete am Freitag unter Berufung auf Regierungsvertreter, für die Flüchtlinge sollten statt dessen Barracken in Albanien gebaut werden.

"Rugova in Geiselhaft"

BONN (AFP).Der gemäßigte Führer der Kosovo-Albaner, Rugova, befindet sich nach Darstellung seiner Partei LDK "in serbischer Geiselhaft".Er stehe in Pristina bewacht von jugoslawischer Polizei unter Hausarrest, sagte LDK-Auslandssprecherin Gervalla in Bonn.Es sei nicht einmal sicher, ob Rugova noch am Leben sei.

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