Politik : Kurzmeldungen

Sofia muß entscheiden

SOFIA .In Bulgarien ist am Sonntag keine Entscheidung über die Öffnung seines Luftraumes für die NATO gefallen."Allein das bulgarische Parlament kann verfassungsmäßig über die Öffnung des Luftraumes des Landes entscheiden", erklärte Ekaterina Michailowa, Fraktionsleiterin des regierenden Verbandes der demokratischen Kräfte am Sonntag.Zudem müsse auch das Verfassungsgericht in Sofia über diesen Schritt entscheiden, hieß es.

Milosevic-Geld in der Schweiz

BERN (AFP).Der jugoslawische Präsident Milosevic soll über eine französisch-jugoslawische Bank in Paris Millionen Schweizer Franken auf Konten seiner Familie in die Schweiz verschoben haben.Ein von Frankreich in der Angelegenheit gestelltes Rechtshilfegesuch sei von der Schweiz positiv beschieden worden, sagte Falco Galli vom Bundesamt für Polizeiwesen (BAP), der damit entsprechende Berichte der Zeitung "Sonntags-Blick" bestätigte.

Scharfe Wortes des Papstes

VATIKANSTADT (KNA).Papst Johannes Paul II.hat erneut zum Frieden in Jugoslawien aufgerufen und die "ethnischen Säuberungen" im Kosovo verurteilt.Die Krisenregion auf dem Balkan nannte er ein "leidendes und gemartertes Land".

Kritik am Vatikan

HANNOVER.Die Kirchenvolksbewegung "Wir sind Kirche" hat die Ablehnung des Vatikans zur "Pille danach" für vergewaltigte Frauen aus dem Kosovo kritisiert.Der Vatikan habe lediglich Interesse an der Einhaltung moralischer Prinzipien, nicht aber an der Würde und am Leben der betroffenen Frauen.Es sei eine moralische Zumutung, von den vergewaltigten Frauen zu verlangen, ein bei diesem Strafakt gezeugtes Kind zu lieben, hieß es.

Serbien sieht keine Beweise

NEW YORK/BRÜSSEL.Für Massengräber im Kosovo gibt es nach Ansicht des jugoslawischen UN-Botschafters Jovanovic keine Beweise.Jovanovic sagte CNN, die von der NATO veröffentlichten Luftaufnahmen seien als Beleg für die Existenz solcher Gräber nicht ausreichend.

Dienst als Totengräber

LONDON .Die jugoslawische Armee zwingt nach einem britischen Pressebericht Kosovo-Albaner zum Dienst in Einheiten, die Tote begraben muß.Wie die Zeitung "Independent" berichtet, müßten die Männer ihre eigenen Landsleute begraben.Das Blatt beruft sich auf NATO-Vertreter.

Reporter verschollen

BERLIN/BELGRAD (AFP).Der deutsche TV-Reporter Pit Schnitzler ist seit Tagen in Jugoslawien verschollen.Der Fernsehsender SAT.1 hat seit Freitag mittag den Kontakt zu dem 56jährigen verloren, wie SAT.1-Sprecherin Kristina Faßler am Sonntag in Berlin sagte."Wir sind sehr beunruhigt und bedrückt." Schnitzler war seit Kriegsbeginn als Korrespondent in Belgrad tätig.

Spendenflut in Österreich

WIEN .In Österreich sind bis zum Sonntag mehr als 300 Millionen Schilling (rund 45 Millionen Mark) für die landesweite Kosovo-Flüchtlingshilfe "Nachbar in Not" gespendet worden.Dies berichtete der österreichische Rundfunk ORF, der die Aktion gemeinsam mit karitativen Organisationen gestartet hat.

Weniger "USA-Freunde"

MOSKAU .Die Russen halten angesichts der NATO-Luftangriffe und einer einseitigen Berichterstattung russischer Medien immer weniger von den USA.53 Prozent der Russen seien Amerika gegenüber negativ eingestellt, meldete die Nachrichtenagentur Interfax am Sonntag unter Berufung auf eine repräsentative Umfrage.

Mütter gegen den Krieg

BERLIN (Tsp).Am kommenden Donnerstag starten die "Mütter gegen den Krieg" von Dresden mit Bussen zu einer Fahrt über Prag, Wien, Budapest nach Belgrad.Die Mütter, so heißt es in einer Erklärung, fahren "aus Solidarität mit den leidenden Menschen im Balkan".

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