Politik : Kurzmeldungen

Vertreibung verurteilt

STRASSBURG (rtr).Die Parlamentarische Versammlung des Europarats hat in Straßburg mit großer Einstimmigkeit die Vertreibung der Kosovo-Albaner durch die jugoslawische Armee und durch paramilitärische Einheiten verurteilt.Vertreter der 41 Mitgliedsstaaten des Europarats, der sich für Menschenrechte und Demokratie einsetzt, forderten die Regierung in Belgrad auf, ihre Streitkräfte aus dem Kosovo zurückzuziehen.

EU-Ölembargo beschlossen

LUXEMBURG.Die Europäische Union hat am Donnerstag das Ölembargo gegen Jugoslawien endgültig beschlossen.Damit kann es nun in Kraft treten, teilte die deutsche EU-Ratspräsident am Donnerstag nach dem Beschluß des EU-Ministerrates in Luxemburg mit.

Tyrannenmord vorgeschlagen

BONN.Der FDP-Politiker Jürgen Möllemann hat seinen Vorschlag bekräftigt, die Kosovo-Krise notfalls mit Tyrannenmord zu lösen.Die NATO sollte zur Ergreifung oder "Ausschaltung" des jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic eine Belohnung von 500 Millionen Mark aussetzen - die Summe, die nach Schätzungen die Luftschläge gegen Jugoslawien jeden Tag kosteten, sagte er am Donnerstag.

Leere Titelseite

ROM (AFP).Als Zeichen des Protests gegen den NATO-Angriff auf die südserbische Stadt Surdulica ist die italienische Tageszeitung "Il Manifesto" am Donnerstag mit einer leeren Titelseite erschienen."Das ist kein Krieg, sondern eine Hinrichtung, eine verbotene technologische Vernichtung", heißt es im Leitartikel der Ausgabe.Das Blatt der italienischen Linken betreibt eine Kampagne gegen den NATO-Einsatz und hatte zusammen mit den Kommunisten am 10.April in Rom eine Demonstration gegen die NATO mit mehreren tausend Teilnehmern organisiert.

NATO-Bodenkräfte

STUTTGART.Die NATO setzt nach Einschätzung des Militärexperten Holger Mey vom Bonner Institut für strategische Analysen höchstwahrscheinlich in Jugoslawien bereits jetzt Kräfte am Boden ein.In einem Interview mit dem Hörfunksender SWR 1 sagte May, es sei absolut üblich, sogenannte "Forward Air Controller" einzusetzen, um die Treffsicherheit bei Luftangriffen zu erhöhen.

Bischof: "Chaos" in Albanien

BERLIN (KNA).Der albanische Bischof Hil Kabashi hat das "Chaos" in seinem Heimatland beklagt.Durch die mehr als 360 000 Kriegsflüchtlinge stehe das arme Land vor einer Katastrophe, sagte der albanische Bischof am Donnerstag vor Journalisten in Berlin aus Anlaß der diesjährigen Pfingstaktion des katholischen Osteuropa-Hilfswerks Renovabis.

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