Politik : Kurzmeldungen

Rätselraten um Aganis Tod

BELGRAD.Der Berater des gemäßigten Albaner-Führers Rugova, Fehmi Agani, ist offensichtlich kurz vor seinem Tod aus einem Zug heraus von der serbischen Polizei verhaftet worden.Agani habe sich bis zu seinem Tod in Polizeigewahrsam befunden, meldet die Nachrichtenagentur Beta.Aganis Leiche war am Freitag etwa 30 Kilometer südlich der Kosovo-Hauptstadt Pristina entdeckt worden.

Erste Klage gegen Krieg

BONN.Erstmals hat sich das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe mit den Gewissenskonflikten eines Wehrpflichtigen wegen des Kosovo-Krieges befaßt.Der 27jährige Mann habe wegen "grundlegender moralischer Bedenken" gegen seine Einberufung geklagt.Das Gericht wies die Eilklage ab, weil nach "allgemeiner Lebenserfahrung" in den ersten Tagen kein Dienst mit der Waffe verlangt werde.Der Mann ist mittlerweile eingezogen worden.

In Italien gestrandet

LECCE.Die italienischen Carabinieri haben am Sonntag wieder 77 Flüchtlinge aus dem Kosovo, darunter 20 Kinder, an der südlichen Adriaküste aufgegriffen.Wie die Behörden meldeten, seien die Flüchtlinge von Schleppern mit Schlauchbooten aus Albanien nach Italien gebracht worden.Ihr Gesundheitszustand sei gut, hieß es.Man habe sie in ein Aufnahmelager bei Otranto gebracht.

Öl- und Tabakmangel

BELGRAD (rtr).Bei den seit mehr als sechs Wochen andauernden Luftangriffen der Nato auf Ziele in Jugoslawien sind nach Angaben von Serbiens Handelsminister Krasic Serbiens Ölrafinerien zerstört worden.Zudem sei die Tabakproduktion stark eingeschränkt.Es gebe einen realen Mangel an Diesel- und Ölprodukten, da die Ölraffinerien zerstört seien.Zudem herrsche Zigarettenknappheit, da die Tabakfabriken in Nis täglich nur einige Stunden arbeiten könnten.

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