Politik : Kurzmeldungen

Botschaftstreffer "kein Zufall"

BONN/HAMBURG (AFP).Die Bombardierung der chinesischen Botschaft in Belgrad ist nach Ansicht des CDU-Bundestagsabgeordneten Wimmer kein Zufall."Wie anders sollte man diesen Angriff deuten, als einen Anschlag auf die mögliche Rolle Chinas in den Vereinten Nationen" bei einer politischen Lösung des Kosovo-Konfliktes, erklärte der frühere Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium am Montag in Bonn.

Flüchtlinge protestieren

STENKOVEC (AP).Auseinandersetzungen mit der mazedonischen Polizei haben am Montag in einem Flüchtlingslager für Kosovo-Albaner an der jugoslawischen Grenze zu Spannungen geführt.Rund 2000 Flüchtlinge versammelten sich vor der Polizeiwache im Lager Stenkovec-2 und riefen laut nach der Nato und der Kosovo-Befreiungsarmee UCK.Mitarbeitern des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR gelang es nach einiger Zeit, die wütende Menge dazu zu bewegen, auseinanderzugehen.

Papst empfängt Rugova

ROM.Papst Johannes Paul II.hat am Montag den gemäßigten Führer der Kosovo-Albaner, Ibrahim Rugova, zu einer Audienz im Vatikan empfangen.Das berichtete das italienische Fernsehen.Der Albanerführer durfte am Mittwoch vergangener Woche überraschend von Belgrad nach Rom reisen.

Truppen-Verlegung begann

TETOVO.Die in der vergangenen Woche vom Deutschen Bundestag gebilligte Verlegung von etwa 1000 zusätzlichen deutschen Soldaten für humanitäre Einsätze in Albanien und Mazedonien hat begonnen.Dies gab der Kommandeur des deutschen Truppen-Kontingents in Mazedonien, General Helmut Harff, am Montag auf einer Pressekonferenz in Tetovo bekannt.

Diplomatischer Mißerfolg

MOSKAU.Die Kosovo-Krise ist nach Meinung des reformorientierten russischen Politikers Jawlinski einer der großen Mißerfolge der russischen Diplomatie in den vergangenen drei Jahren.Das russische Außenministerium hätte energischer, zielstrebiger und offener handeln und so schon vor dem Beginn der Nato-Luftangriffe auf Jugoslawien gemeinsam mit den europäischen Staaten einen einheitlichen Plan für eine Beilegung der Krise erreichen müssen.

Gefahr durch Kriminelle

GENF (epd).Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) hat nach eigenen Angaben eine Untersuchung über Unregelmäßigkeiten bei den Evakuierungsflügen von Kosovo-Flüchtlingen aus Mazedonien eingeleitet."Kriminelle Elemente versuchen, aus dem humanitären Evakuierungsprogramm Geld zu schlagen", sagte der Sprecher Janowski am Montag in Genf.Sie hätten offenbar Flüchtlingen versprochen, sie gegen Geld auf die Liste für Flüge ins Ausland setzen zu lassen.

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