Politik : Kurzmeldungen

2850 Kosovo-Flüchtlinge kommen diese Woche

BONN.Bis zum kommenden Montag werden insgesamt 2850 weitere Kosovo-Flüchtlinge in Deutschland erwartet.Die ersten 210 Vertriebenen kommen bereits an diesem Mittwoch gegen 11 Uhr in Berlin-Schönefeld an, teilte das Bundesinnenministerium am Dienstag in Bonn mit.Davon bleiben 35 in der Hauptstadt, 175 werden nach Brandenburg gebracht.Deutschland hatte sich in der vergangenen Woche bereiterklärt, neben den bereits hier lebenden 10 000 Bürgerkriegsflüchtlingen weitere 10 000 Menschen aus Mazedonien zu holen.

Schadensersatz schwierig

BERLIN .Die USA müssen nach dem Völkerrecht nicht in jedem Fall für die Zerstörung der chinesischen Botschaft in Belgrad Schadensersatz zahlen.Das für solche Fälle anwendbare Zusatzprotokoll von 1977 zu den Genfer Konventionen ist von den USA nicht ratifiziert worden.Und auch wenn die dortigen Regeln als Gewohnheitsrecht anzuwenden wären, ist eine Schadensersatzpflicht nicht eindeutig zu beantworten, sagen Völkerrechtsexperten.

Koschnick für Milliardenhilfe

HAMBURG (AFP).Der Bosnien-Beauftragte der Bundesregierung, Koschnick, plädiert für milliardenschwere Investitionen des Westens auf dem Balkan.Dadurch solle eine demokratische Neuordnung erreicht werden, sagte er dem "Stern".

Abgeordnete für Feuerpause

PARIS .Mehr als 200 EU-Abgeordnete haben sich in einem "Appell zugunsten eines Verhandlungsfriedens im Kosovo" gegen die Fortsetzung der Nato-Luftangriffe ausgesprochen.Bei der Vorstellung des Appells forderten mehrere Parlamentarier eine Aussetzung der Bombardierungen.

UNHCR hat kein Geld mehr

GENF (epd).Das UN-Flüchtlingshilfswerk hat in einem dringenden Hilferuf an die internationale Gemeinschaft um mehr Mittel für die Betreuung der Kosovo-Flüchtlinge in der Region gebeten.Während in Albanien, Mazedonien und Montenegro 750 000 Menschen versorgt werden müßten, sei dem UNHCR das Geld ausgegangen.

Rugova: Weiter bombardieren

ROM .Der gemäßigte Führer der Kosovo-Albaner, Rugova, hat für die Fortsetzung der Nato-Bombardierungen plädiert."Es muß auf Belgrad Druck ausgeübt werden, damit es die Stationierung internationaler Streitkräfte" im Kosovo akzeptiert, sagte er im italienischen Rundfunk.

Bürgermeister kritisiert Militär

BELGRAD (AP).Der Bürgermeister der mittelserbischen Stadt Cacak hat öffentlich lokale Einheiten des serbischen Militärs kritisiert und ihnen im Zusammenhang mit dem Tod von Zivilisten "unverantwortliches Verhalten" vorgeworfen.

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