Politik : Kurzmeldungen

Streit in Tschechien

Prag (rak). Rund 150 tschechische Soldaten sollen vor Monatsende im Kosovo eintreffen, um dort unter dem britischen Kommando Dienst zu leisten. Den vergleichsweise geringen Umfang - Polen entsendet 800, Ungarn 350 Soldaten - begründete die sozialdemokratische Minderheitsregierung in Prag mit akutem Geldmangel. Dagegen forderten Präsident Havel und Oppositionelle aus dem konservativen Lager die Regierung auf, die KFOR-Beteiligung zu erhöhen und Mittel im jetzigen Haushalt zu finden.

Einsatztruppe für Flüchtlinge

Hamburg (AP). Die UN-Flüchtlingskommissarin Ogata hat eine internationale Einsatztruppe gefordert, um schneller in Flüchtlingskrisen intervenieren zu können. Das UNHCR brauche solche Einheiten, um die Sicherheit von Flüchtlingen in Lagern zu garantieren, sagte sie der "Zeit". Die Aufnahmeländer bat sie um Geduld: "Nicht alle Flüchtlinge werden vor dem Winter in ihre Heimat zurückkehren können."

Friedensbeobachter ausbilden

Bonn (epd). Die Bundesregierung will deutsche Friedensbeobachter künftig besser ausbilden. Teilnehmer an UN- oder OSZE-Missionen im Kosovo sollten voraussichtlich Ende Juli einen 14tägigen Lehrgang absolvieren, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes. Bislang habe es noch keine professionelle Ausbildung gegeben.

Gewalttätige Zwischenfälle

Washington. Seit dem Einrücken der KFOR in das Kosovo hat es 30 Zwischenfälle gegeben. Sie seien sowohl von Serben als auch von der UCK ausgegangen, so das Pentagon. Bis zu einer Einigung zwischen Nato und UCK liege eine Entwaffnung der UCK im Ermessen der KFOR-Truppen.

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