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Landtagswahl in Rheinland-Pfalz : Malu Dreyer steht "nur als Ministerpräsidentin zur Verfügung"

Malu Dreyer will bei einer Wahlniederlage am Sonntag nicht Juniorpartnerin der CDU-Rivalin Julia Klöckner werden. Dreyer hofft auf ein starkes Votum gegen die AfD.

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Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und der SPD-Bundesvorsitzende Sigmar Gabriel
Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und der SPD-Bundesvorsitzende Sigmar GabrielFoto: dpa/Boris Roessler

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) will im Falle einer Niederlage bei der Landtagswahl am kommenden Sonntag nicht die Rolle des kleineren Partners für die CDU übernehmen. "Ich stehe nur als Ministerpräsidentin zur Verfügung", sagte Dreyer am Donnerstag im ARD-"Morgenmagazin". In einer Landesregierung unter ihrer CDU-Kontrahentin Julia Klöckner werde sie kein Ministeramt übernehmen.

Sie wolle die Arbeit ihrer rot-grünen Landesregierung fortsetzen, sagte Dreyer. Offen ließ die Ministerpräsidentin, ob sie bei einer Niederlage ihre politische Karriere ganz beenden wolle.

Umfragen sagen für die Wahl am Sonntag ein knappes Ergebnis voraus. Das Abschneiden von Malu Dreyer ist auch für die Bundes-SPD und ihren Vorsitzenden Sigmar Gabriel von enormer Bedeutung. Auch in Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt wird am Sonntag gewählt. Im Fokus steht dabei auch das Abschneiden der rechtspopulistischen AfD (Alternative für Deutschland).

"Im Moment tue ich alles, was ich kann, um gegen die AfD zu kämpfen", sagte Dreyer. Sie AfD seine keine normale Partei, eine Koalition mit den Rechtspopulisten völlig ausgeschlossen. "Ich hoffe auf große Wahlbeteiligung und ein Votum gegen die AfD", sagte Dreyer.

Die CDU-Spitzenkandidatin Julia Klöckner mahnte eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der AfD an. Zwar schließe sie eine Koalition mit der rechtspopulistischen Partei aus. "Deren Wähler sollten wir aber nicht beschimpfen, wir müssen sie zurückgewinnen", sagte Klöckner den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Sie könne verstehen, wenn Menschen Fragen, Sorgen und Ängste hätten. Man müsse aber klar machen, dass die AfD darauf keine Antworten habe.

"Wer gegen rechts Gesicht zeigen will, darf doch nicht sitzen bleiben, wenn es darauf ankommt", sagte Klöckner. Sie kritisierte damit ihre Rivalin Malu Dreyer, die aus Protest gegen die AfD ihre Teilnahme an einer Debatte im SWR am Donnerstagabend abgesagt hatte. "Als politische Parteien können wir uns unsere Gegner doch nicht aussuchen", sagte Klöckner. (Tsp mit dpa)


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