Landtagswahl in Schleswig-Holstein : Vor allem Ältere verhalfen der CDU zum Sieg

Die CDU konnte bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein offenbar besonders auf die ältere Wählergeneration bauen. Eine erste Analyse sieht auch den Spitzenkandidaten Daniel Günther als Grund für den Sieg.

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Wahlparty in Kiel: Die CDU wird stärkste Kraft im Landtag von Schleswig-Holstein.
Wahlparty in Kiel: Die CDU wird stärkste Kraft im Landtag von Schleswig-Holstein.Foto: AFP/Marcus Brandt

Die CDU hat nach einer Analyse der Forschungsgruppe Wahlen besonders viel Unterstützung aus der älteren Generation erhalten. Das Meinungsforschungsinstitut nannte als zentrale Gründe für den CDU-Wahlsieg ihr Parteiansehen, viel Politikvertrauen, die politische Arbeit und das positive Image von Spitzenkandidat Daniel Günther. In der Analyse heißt es weiter: "Die SPD, bei der Reputation als Landespartei mit der CDU praktisch auf einem Niveau, lieferte eine durchwachsene Regierungsbilanz und hatte mit Torsten Albig einen nur bedingt überzeugenden Kandidaten im Rennen."

Kein Koalitionsmodell kann überzeugen

Zwar wollten 43 Prozent aller Befragen Torsten Albig und 37 Prozent Daniel Günther als nächsten Ministerpräsidenten (keinen davon/weiß nicht: 20 Prozent). Beim Ansehen liegt Günther (+5/-5-Skala: 1,7) aber knapp vor Albig, nachdem der Regierungschef jetzt weniger gut (1,6; 2012: 2,2) bewertet wird, bei den Profileigenschaften auffällig schwach bleibt und ihm nur 59 Prozent im Amt gute Arbeit bescheinigen – eine im Ministerpräsidenten-Vergleich magere Leistungsbilanz.

Was die nächste Landesregierung betrifft, kann in Schleswig-Holstein laut Forschungsgruppe Wahlen kein Koalitionsmodell wirklich überzeugen. Ein erneutes SPD/Grüne/SSW-Bündnis (gut 39 Prozent/schlecht 37 Prozent) polarisiert ähnlich stark wie Rot-Grün (39/39 Prozent) oder Schwarz-Gelb (42/38 Prozent). Schwarz-Grün (34/43 Prozent), eine „Jamaika“-Koalition aus CDU, Grünen und FDP (35/45 Prozent), eine Ampel aus SPD, Grünen und FDP (25/48 Prozent) und selbst eine CDU/SPD-Koalition (38/44 Prozent) werden mehrheitlich abgelehnt.

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